Pegida zum Ersten

Ja, wir war'n mal alle Blagen
Trotzig, dreist, impulsgeplagt
Wollten jedem an den Kragen
Hauen, wer uns was versagt.

Kam ein Neuer in die Gruppe
Unsres Kindergartenbunds
Zu spielen, ach!, mit unsrer Puppe
„Fort!“, schrie es aus Kindermund.

Und so lernten es die Knaben:
Es sind von Sachsen wir die Brut
Wir dürfen uns an Unsrem laben
Darum ist dies Sachsen gut!

Alsdann wuchsen die Eliten
Auf in ihresgleichen Saft
Und in andren Sachgebieten
Gaben nun Hormone Kraft.

Der beste Rat, das sind Instinkte
Impuls und Stupor müssen raus
Und so baute, was ei’m stinkte
Den Gedanken schnell ein Haus.

Doch ward klar, des Staates Presse
Spielt nicht mit bei Bockigkeit
Wer nicht wir, dem auf die Fresse!
Wer nur kritisch, ist gescheit.

Wenn doch mal ein Zweifel drohte
War die Gruppe deutsch und stark
Wo man sich in sich verrohte
Die Wahrheit bei ei’m selber lag.

 Zum Geburtstag nun nichts Gutes
„Für Aufklärung ist es zu spät!“
Schämt euch eures dumpfen Mutes
Und eurer Exkremität!

 

Partikulare Vernunft

Vor Terror, hui!, da schützt der Staat
Der weiß ihn zu bekämpfen
Auszutreten jede Saat
Wo Gründe nicht zu dämpfen.

Das Kind von uns, man muss es, ja!
Fürs Leben präparieren
Denn wo die Welt unänderbar
Gilt’s uns zu optimieren.

In Dresden wohnt der braune Mob
Gar tief in Stadt und Staate
Die Politik im Schweinsgalopp
Fassaden steht sie Pate.

Zum schlechten Schluss bleibt atomar
Lokal beschränkt zu sagen:
Vernunft, sie ist partikular
Denn mehr bringt Unbehagen.

 

Dialektikverbot

Viel passiert in diesen Tagen
Viel, was schwerlich zu ertragen
Viel, was mühsam zu verstehen
Viel, was prima zu verdrehen.

Und bei jeder Streitdebatte
Fehlt am Zaune manche Latte
Binär es klingt aus jedem Satz
Zwischen ja und nein kein Platz.

Darf den Dumpfen man nachgeben?
- Nie - wenn's geht um Flüchtlingsleben!
Doch bei Sozialem, Volksherrschaft
Ist der Zorn nicht frevelhaft.

Verboten ist, bleibt Dialektik
Denn schlichtes Denken folgt aus Hektik
Wahrheit liegt nicht auf den Rändern
Und unerkannt ist nichts zu ändern.

  

O Glatzenland

(nach einer Vorlage von Hate Poetry)

O Glatzenland, o Glatzenland
Wie klug sind deine Köpfe?
Man fürcht' zur Sommer-, Winterzeit
Den Muselmann, der Knoblauch weiht.
O Glatzenland, o Glatzenland,
Wie deutsch sind deine Götter?

O Glatzenland, o Glatzenland
Die Kirche wird erschallen:
"Allahu akbar" alle Zeit
Der Baum trägt nur noch grünes Kleid.
O Glatzenland, o Glatzenland,
Das Kreuz, es wird umfallen.

O Glatzenland, o Glatzenland,
Dein Mob will mich was lehren:
Des Himmels Halbmond droht uns Leid
Die Leitkultur ist Blutreinheit
O Glatzenland, o Glatzenland,
Den Führer magst du ehren.

 

Einheitspoesie

Einig sind wir, einig sehr
Wir sind uns so einig alle
Dass wir sind sonst gar nichts mehr.

 

Weltmeister-Reim

Sauber glänzt das deutsche Wesen
Welt, kehr durch mit deutschem Besen.
So klar wie man den Balle spielt
So klar man auf dem Feld befiehlt.

Auch in Ethik und Moral
Deutschland war stets 1. Wahl.
Ordnung ist das ganze Leben
Gerechtigkeit nicht anzustreben.

Und was Deutschland je erfunden
Der Erde Dank ward tief empfunden.
Deutschland hat das All erhellt
Und ist Meister von der Welt.


 

Warum das Sommerloch ein schwarzes ist

Der Sommer ist ein großes Loch
Da passt gar viel hinein
Der Journalist steht unterm Joch
Die Welt muss schöner sein.

Sonst gibt er, was er finden kann
Was stinket sonst zum Himmel
An irgendeinen Mittelsmann
Der züchtet darauf Schimmel.

Im Sommer, doch, da kann er flugs
Die Leere sei gepriesen
Ins Loch dies füllen ohne Mucks
Und drüber wachsen Wiesen.


 

Foot-and fracball

Der Ball, er rollt, er fliegt sogar
Den Rasen hin und her
Vollgepumpt mit Luft und Bar
Das Schland braucht sonst nichts mehr.

Doch druckvoll schießt auch fern vom Gras
Im Felsschacht man hernieder
Frac-Ball macht genauso Spaß
Es teilt dem Stein die Glieder.

Auf dass sich nun, mit Wasserdruck
Das Gas vom Kiesel scheidet
Und so man trifft, es kieselnd kracht
Als ob man Geld rausschneidet.

So will es, ach!, zur Fußballzeit
Ball Gabriel durchdrücken
Doch könnt kraft seiner Balligkeit
Der Fels noch mehr rausrücken.

 

Europa

Europa, das ist Krieg und Frieden
In Europa ist  man viel verschieden.
Europa, das ist Neofreiheit
Banane so wie deutsche Dreiheit:

Wachstum, Geld und Expansion
Geldorgasmus, Eruption.
Europa, das ist der Helene
Schuld, nicht Sühne, Mundmigräne.

(Aus Deutschland kommt, dass Brüssel regelt
Und Deutschland jeden andern flegelt
Drum ist Europa so sozial
Dass, wer schwach, erlöst von Qual.)

Europa, das sind Kolonien
Billigarbeit, Dioxin
Europa, das heißt harte Grenzen
Human sein via Dekadenzen.
 
Europa, das heißt statt nachdenken
Sich mit Waren abzulenken.
Europa, das meint Sprit zu tanken
Und der Zukunft abzudanken.

 
 

Russenreim

Wenn Deutschland weit nach Osten drängt
Dann dient’s nur dem Genesen
Denn ist man an der Krim bedrängt
Vom Russen seinem Wesen.

Dort sitzt er zwar seit langem schon
Der Iwan, denn so ist er
Ein herrschsüchtiger Steppensohn
Mit Puff und Ölkanister.

Nun bringt der Deutsche dieses Mal
Der Ukraine Gutes
Güter, Zeug in großer Zahl
Moral, sei guten Mutes!

Es braucht heut keine Panzer nicht
Das U-Land zu befreien
Der Russe ist ein Bösewicht
Er täuscht uns mit Schalmeien!

Ist dies der Logik nicht genug
Dann sei man Realist
Bedenk dass gemäß Wesenszug
Der Russ ein Russe ist!

 
 

CSU in Not

Die SPD, gedrängt zu Taten
hat bewährt etwas verraten:
Da er auf Geheimes schiss
Friedrich H. das Handtuch schmiss.

Die CSU, mit Knacks am Dache
Schwört der SPD nun Rache.
Am liebsten tät man Schwesig dissen
Doch würd' man deren Fehler missen.

Heiko Maas von der Justiz
Ist populär wie ein Hospiz
Am besten wär Andrea Nahles
Doch die kann nichts Illegales.

Steinmeiers Konsensusbrühe
Wär vergebne Arglistmühe
Bliebe nur noch Gabriel
Doch der ist zu sensibel.

 
 

GroPo

Es fragte, schimpfte, trieb sogar Frau Slomka, bitte sehr
Herrn Gabriel im Interview lang zänkisch vor sich her
Der Anlass ein ganz falscher zwar, doch zeiget dies Exempel
Die Medien, sie sind kritisch, ja!, darauf ein Gütestempel!

Nach Monaten Gerede nun, da wird endlich regiert
Auf dass nur Deutschland weiter so in Stärke prosperiert
Der Spanier, der ist arbeitslos, doch fährt er BMW
Und zahlt bald unsre Automaut, die Welt, sie ist okay. 

Das faule Pack verdient nicht mehr als wie das Hartzgeld IV
Doch weiß man, auch schon wenig Geld weckt anderswo die Gier
Drum fürchtet all das fahrend Volk, es will unsre Brosamen!
So betet für das Vaterland und sagt am Ende Amen.

 

Exkrementelle Poesie

Ich habe immer versucht, in einem Elfenbeinturm zu leben; doch eine Flut von Scheiße schlägt an seine Mauern, so daß sie einzustürzen drohen. (Gustave Flaubert)

Es kämpfe tapfer er, Flaubert, mit Fleiße - gegen ein ganzes Meer aus Scheiße. Wider viele Exkremente, Kacke und Inkontinente. In Anbetracht des Stroms aus Stuhl bleibe er nicht endlos cool. Um ihn türme Elfenbein ― Zuflucht, Mauerwerk und Heim. Ihn zu schützen vor dem Kote, der sein reines Herz bedrohte. Vor der Dungwelt außen rum, die ihn doch nicht lasse stumm.

Ich hingegen denke: Wo finstre Macht den Unflat lenke ― unterstützt von Kombattanten ― hilft nicht der Zahn des Elefanten. Sogar der schönen Elfe Bein ist nicht gewachsen Dunges Pein. Wo jeder Irrsinn absolviert, wo Affektion sich laut geriert, kannst du streiten dezidiert. Doch wo der Gewählte ruiniert, was sich selbst nicht amputiert, frohlockt die Blödheit ungeniert, die alles um sich affiziert. Weil gleichzeitig der Bürger schweigt, da dem Konsume zugeneigt. ― Sattheit welche gründet sich auf Fleisch von Tier, das lebte nicht. Frankensteinsche Kreatur, der Bürger, der sich tumb frisst nur; und so lautet das Kalkül: fressen gegen’s Mitgefühl! Dafür, so denkt sie, die Elite, herrscht an Angst kein Defizite. Blüht  die Furcht vor Attentaten, wird die Freiheit fix verraten; und wenn der Musel schaut ums Eck, befeuert Deutschland sein Comeback. Was natürlich kostet Geld, welches so entbehrt die Welt. Das Kapital derweil, es frisst: Pflanze, Tier, Illusionist. Der Journalist, bei alledem, macht sich’s in hohlem Wort bequem. So frohlocket der, der denkt: Solang’ im Geiste abgelenkt, solang’ mit Buntem fernbestrahlt,  der Bürger es mir heim nicht zahlt.

Und ich, ich sitz’ auf meinem Lokus, lese Neon, Welt und Focus. Ich atme ruhig, ich zähl’ bis drei, der Darm gibt vier, fünf Würste frei. Die Schüssel drunt aus Porzellan nimmt Scheiße auf in ihre Bahn. So drückt in mir nicht mehr der Dung, und weißes Gold schützt außenrum. Damit mein Geist nicht weiter rase, verschling’ ich Transglutaminase. Flaubert darob hat recht behalten: Der Nachschub ist nicht aufzuhalten.

 
 

Feiertagswünsche der Politmimen

Angela Merkel
Liebe Landsleute und Frauen
Ich wünsch' ihnen im Vertrauen
Fröhlich-feuchte Weihnachtstage
Kontinenz und Slipeinlage.

Horst Seehofer
Liebe Leut' im Bayernland
ich sag's mit dem highen Land,
trinkts auf ihn den Messewein
liebts, doch lossts koan Neger rein.

Na, schmarrn:
Liebe Bayern und auch Franken
macht's euch einfach koan Gedanken!"

Sigmar Gabriel
Liebe Menschen, drauß' im Lande
Nippt heut' ordentlich am Brande
Freut euch auf die Produktion
Schuftet für den Mindestlohn!

Cem Özdemir
Liebe Bürger, Dings und Innen,
Schwurbel ... radebrech ... besinnen
Grünsein ist kein frommer Traum
Grün ist, wer kauft grünen Baum.

Christian Lindner
Die Weihnachtsbotschaft ist human
Ein jedem Gutes sei getan
Christ ist, wer den armen Schweinen
nimmt die Last von den Gebeinen.

Ursula von der Leyen
Christsein, das heißt stets vergeben
Will wer auch nach oben streben
Dschingderassabumm, Afghane!
Christsein, das heißt deutsche Fahne.

 
 

Groß ist Allah, größer ist Pofalla

Er ist der Mann des wahren Worts
Er trägt den kühnsten Scheitel
Er mimt für Kanzler und Ressorts
Und ist gar niemals eitel.

Dräut Unheil mal im trauten Heim
Dann fragt er die Souffleusen
Dann weiß Profalla einen Reim
Und dichtet: nichts gewesen!

Nun sagt er dem Theater: Schluss!
Es zieht ihn ins Gewerbe
Spielt weiter für den Geldabfluss
Damit der Staat nichts erbe.

 
 

Weihnachtsmenu

Das Merkel, das bäckt mit Geschick
Truthahn aus der Huhnfabrik.
Bei Seehofers gibt's, ja verreck!
Schlachtplatte im Schweinespeck.

Bei Gabriel, es sei verraten
serviert man falschen Hasenbraten.
Özdemir, der Chevalier
dämpft Windbeutel aus Biotier.

Arrabiata eines Aales
So dampft es im Haushalt Nahles.
Afghanenbarbecue im Freien
Das speist mutig von der Leyen.

"Gesundheit", sagt des Gröhes Mäulchen
"bringen neun, elf Gänsekeulchen."
Zur Sicherheit gibt's kein Dessert
aus Knallerbsen bei de Maizière.