Beiträge zur Titanic-Rubrik "Briefe an die Leser"  

 
10/2017

Herr Professor Borwin Bandelow!

Als Psychiater und Angstexperte mit Medienaffinität wußten Sie in einer Diskussionsrunde zum Thema Populismus in der Dresdner Frauenkirche genau über die Wirkung von Narzißten Bescheid: »Man fragt sich auch, warum früher die jungen Menschen die Beatles sozusagen so verehrt haben, daß das nicht mehr mit Vernunft erklärbar war, das sind genau die gleichen Mechanismen im Gehirn, die auch dann stattfinden, wenn Trump in den USA von diesen fly over states gewählt wird.«

Da wollen wir Ihren schlichten Mechanismen im Gehirn, Bandelow, jetzt nicht den Unterschied zwischen verbindender Begeisterung für friedliebende Musik und dem Jubelgeschrei für spaltende Faschisierer erklären. Und schon gar nicht, wie Vernunft die eine Begeisterung zulassen und die andere unterbinden kann. Statt dessen haben wir ein paar Anspieltips für das laut Ihnen so wichtige Belohnungssystem im Gehirn: Strawberry fields forever, Come together und vor allem Let it be!

Wants to hold your hand:
Titanic
 

09/2017

Ach Gottchen, Ursula von der Leyen!

Ihre »bislang schwerste Aufgabe« haben Sie laut Selbstauskunft in Ihrem Amt als Verteidigungsministerin. Denn »in der weltweit aktiven Bundeswehr« könne »jeden Tag etwas passieren«, was Ihre Amtszeit beende.

So ist es, von der Leyen! Und es können sogar Dinge passieren, die die Lebenszeit der von Ihnen befehligten Soldaten sowie der in deren Globalaktivitäten involvierten Menschen beenden! Im Gegensatz zu Ihnen dürfen die aber, zumindest wenn sie wie Sie gute Christen sind, sogleich die Himmelspforte passieren, während auf Sie nach der Wahl vielleicht schon wieder eine andere schwere Aufgabe wartet.

Fast mitleidig:
Titanic


08/2017

Übrigens, Sportkanäle!

Euer neues Übertragungsformat des »Re-Live« gefällt uns recht gut. Wir werden es gerne nutzen, wenn unser Verein bei der Live-Übertragung verloren hat. Aber wehe, wenn die zweite Live-Übertragung dasselbe Ergebnis zeitigt!

Live is life!
Titanic

 

Cooler Move, antarktischer Rieseneisberg,

sich einfach so vom Larsen-C-Schelfeis zu lösen und damit die hitzigen medialen Hundstage wenigstens thematisch etwas abzukühlen! Noch besser finden wir, daß Dein Ausbruch in wärmere Gefilde zeigt, daß Eis in dieser Größe kein zukunftsfähiger Aggregatzustand von Wasser ist und daß heute, in Zeiten des Klimawandels, neben molekularer gerade auch örtliche Mobilität so gefragt ist.

Knacks!
Titanic
 

06/2017

Spon-Kolumnist Christian Stöcker!

Einen Text über »Konsumkapitalismus« und Berufskonsumenten beendet man zur Pflege seiner Leserschaft am besten mit? Genau, trotzigem Neid: »Ich stelle meine Arbeitskraft als Konsument prinzipiell nicht unentgeltlich zur Verfügung.« Mit Ihrem Eingeständnis aber, »dabei bin ich gar kein Influencer«, machen Sie Ihren Job als »der Rationalist« und Meinungsgenerator aber ziemlich schlecht, bescheinigt Ihnen unentgeltlich:
Titanic

 

05/2017

Sächsischer Innenminister Markus Ulbig (CDU)!

Jüngste Tests haben gezeigt, daß Betonsperren in Gestalt großer Legosteine einen auf Menschen zurasenden Lkw gar nicht aufhalten können; der Lkw würde nach Passieren so einer Nizza-Sperre unkontrolliert weiterschlingern, die Betonblöcke ebenso. Aber das Testergebnis parierten Sie souverän. Es gebe nämlich »auch Polizisten, die dann noch konkret eingreifen können«. Und was, Ulbig, hätte Ihre u.a. mit MPs hochgerüstete Polizei denn da so druff? Schutzanzüge an die Passanten verteilen? Schnell noch Stoppschilder aufstellen? Alles wegballern? Oder Beruhigungspillen in Form von Miniatur-blöcken verteilen?

Grüßt Sie sicher:
Titanic
 

Hühott, Christian Lindner!

Daß Sie sich vor dem Wahlkampf »wie ein Rennpferd in der Box« fühlen, können wir gut nachempfinden. In den kommenden Monaten wird man Sie schließlich als fein gestriegeltes Schlachtroß anpeitschen, damit Sie schnell wie nie zuvor in Richtung Fünfprozenthürde galoppieren, während Ihre Scheuklappen Sie davon abhalten, nach links und rechts zu gucken. Und wozu? Nach unzähligen Runden werden Sie völlig erledigt zusammenklappen bzw. -kleppern und die Hufen nach oben strecken.

Den Gnadenschuß gibt Ihnen dann gern
Titanic

 

04/2017
 

Schnupper, schnupper, Gewürzmischerei »Sonnentor«!

Die Sorten Deiner »Fünf Helferlein der Wieder Gut! Linie«, v.a. »Klara Kopf« (»macht Platz für kreatives Kopfkino«), »Dita Detox« (»ins Reine kommen«) und »Irma Imun« (»die besten Immunbooster aus der Natur«), klingen ja schon recht gewagt. Aber wo bleiben »Dagmar Dachboden« (der Duftcocktail für ein intaktes Oberstübchen), »Liesel Leiste« (für alle Latten am Zaun) und »Berta Becher« (für ein vollständiges Tassensortiment im Schrank)?

Geru(c)hsame Grüße
Titanic

 

03/2017

Vorschlag, diverse Flughäfen im Lande!

Damit Ihr nicht mehr im Minutentakt panische Durchsagen zu »alleinstehenden Gepäckstücken« machen müßt: Stellt die Koffer und Taschen doch einfach zusammen!

Euer partnerschaftliches Interventionsteam gegen Angst
Titanic


Noch etwas, Bundesuhu Steinmeier!

Donald Trumps wahnhafte Twitterei kommentierten Sie so: »Jedenfalls wäre ich nicht in der Lage, ein außenpolitisches Konzept in 140 Zeichen zu formulieren.« Da helfen wir Ihnen gern! In der US-Außenpolitik waltet schon seit Jahrzehnten das Eisenhower zugeschriebene Konzept, welches zu realisieren Sie z.B. im Fall von Syrien tatkräftig mitgeholfen haben: »If a problem cannot be solved, enlarge it.« Macht 42 Zeichen.

Gern geschehen.
Titanic

 

Hamburger Großreedereien, arme Justizopfer!

Unfairerweise hat der Bundesgerichtshof Eure Pläne zur Elbvertiefung versenkt, wodurch Ihr nun sicher längst einkalkulierte Millionengewinne aus Globallogistik und Riesencontainerwesen mental verklappen könnt. Und das alles wegen einer Pflanzenart namens »Schierlings-Wasserfenchel«!

Sagt, habt Ihr Euren Ärger schon vollständig heruntergespült?

Würde Euch sonst nämlich gerne den passenden Becher reichen:
Titanic
 

01/2017

TV-Geiger David Garrett!

Sie beantworteten auf RP online die Frage »Was möchten Sie sein?« mit »So wie ich bin, ist es in Ordnung. Sonst wäre ich ja jemand anderes.«

So ist es, David Garrett! Wenn Sie nämlich jemand anderes wären, dann würde diese Person möglicherweise jemand anders sein wollen. Vielleicht sogar David Garrett! Aber der wären ja schon Sie! Und indem es Ihnen permanent gelingt, sich nicht zu verändern, erbringen Sie den Nachweis, daß Ihr »Hauptcharakterzug« der »Ergebnisorientiertheit« tatsächlich seine Aufgabe erfüllt!

Jetzt fehlt nur noch Stillstand bei Ihrer Geigerei, aber kompletter!
Titanic

 

12/2016

Vorschlag, Thomas de Maizière!

Wenn Sie gegen Social Bots sind und Ihr Innenministerium »vor der kommenden Bundestagswahl alle Parteien dazu auffordern« wird, »sich öffentlich zu verpflichten, auf den Einsatz von Bots zu verzichten«: Sollten Sie da nicht auch den Einsatz menschlicher Meinungsroboter untersagen? Und vielleicht selbst mal den Turing-Test machen?

Fordert Ihre Meinungsmanufaktur
Titanic

 

Wohltäter Frank Zander!

Daß Sie am 19. Dezember nun schon zum 22. Mal Obdachlose und Bedürftige zur weihnachtlichen Gänsekeulen-Sause ins Berliner Estrel Hotel laden, geht ja grundsätzlich in Ordnung. Wenn Sie die ausnahmsweise mit Qualitätsalkohol abgefüllten Gäste aber, wie üblich, bereits um 19:30 Uhr mit Ihrem Smashhit »Nur nach Hause gehen wir nicht« zurück in die Neuköllner Nacht grölen: finden Sie das nicht etwas, sagen wir, desillusionierend?

Trotzdem frohes Fest!
Titanic


11/2016

Hoi Brixen in Südtirol!

Bei Dir streitet man darüber, ob im sog. Elefantenlabyrinth Deiner Hofburg zwecks Umweltschutz und leichterer Pflege Hanf statt Mais angepflanzt werden soll, allerdings bloß männlicher.

Dabei würde der sehr übersichtlich angelegte Irrgarten mit weiblichem Hanf viel besser funktionieren!

Irrt sich niemals:
Titanic
 

 

10/2016

Eure Hoheit Muhammad bin Raschid Al Maktum, Scheich von Dubai!

Ihr habt kürzlich zusammen mit Eurem Clan ein Picknick in Nettetal am Niederrhein gemacht. Das gab nun Anlaß zu einer kleinen Beschwerdeliste mit 37 Punkten, darunter die extra für Euer Mahl gemähte Wiese und ein beschädigter Anglersteg. Zwar habt Ihr sogleich finanzielle Entschädigung versprochen; aber wißt Ihr, bei uns in Deutschland funktioniert Diplomatie in Wahrheit genauso symbolisch wie bei Euch in Wolkenkuckucksheim. Plaziert doch einfach im Gegenzug in der Wüste eine original deutsche Picknickwiese mit Angelsee und tausend komplizierten Umweltauflagen. Um deren Einhaltung zu kontrollieren, ladet Eure deutschen Gastgeber ein, und schon habt Ihr eine wunderbare interkulturelle Partnerschaft. Schlußendlich bringt Ihr den Nettetalern dann aber noch bei, wie man auf kurzem Weg Bürokratie wegräumt und negative PR unterbindet!

Hochachtungsvoll: Eure Diplomaten aus
Titanic

 

09/2016

Hey, Kölner Zoo!

Auch Du möchtest ein Stück vom Hypekuchen namens Pokémon Go abhaben und verkündest launig auf Facebook: »Der Moment, wo Du merkst, daß die Pokémon-Vorbilder im Zoo leben … Pokémon ›Traumato‹ sieht aus wie unsere Flachlandtapire. ›Nidoran‹ wie unser Nashorn. ›Ratzfratz‹ schaut unserer Riesenborkenratte verdammt ähnlich.« Davon abgesehen, daß das Nagetier »Rattfratz« heißt, lassen sich die Pokémon-Monster per »Fusion« untereinander kreuzen. Und erst wenn Du das auch mit Deinen Spezies hinbekommst, käme mal auf einen Besuch vorbei:
Titanic

 

Sheriff a.D. Günther Beckstein!

Sie blicken mit Ihren 72 Jahren auf ein machterfülltes Leben zurück und können entsprechend so einiges erzählen. Etwa in dem ein paar Jahre alten Zeitzeugen-Video, auf das wir erst kürzlich durch Zufall gestoßen sind und in dem Sie die Anekdote erzählen, wie Sie 1993 als bayerischer Innenminister Hunderte Sinti und Roma vom Kirchenasyl auf der NS-Gedenkstätte in Dachau vertrieben haben: »… habe dann Hunderte von Polizeihunden aus Bayern …, per Hubschrauber sind die geflogen, und die haben dann den Auftrag gehabt, um dieses Lager der Sinti und Roma herumzugehen und möglichst die Hunde scharf zu machen, daß sie bellen und so den Eindruck erwecken, wie wenn sie auf die zugehen. Und wir haben dann eine ungeheure Emotionalität aufgebaut und haben dann gesagt: ›Also ihr seht Polizeihubschrauber, Polizisten mit Kampfanzügen, Polizeihunde, alles ist da! Die werden euch gewaltsam vertreiben, oder wir erlauben euch, daß ihr aus Bayern weggeht.‹ Schmunzel.«

Ja, echt zum Schmunzeln. Und wenn es Ihnen, Beckstein, endlich erlaubt ist, nicht nur aus Bayern, sondern auch aus dem Diesseits wegzugehen, dann wünschen wir uns, daß Sie, wenn schon nicht als Zigeunerschnitzel, wenigstens als megascharfer Polizeihund wiedergeboren werden. Von der Physiognomie her macht das bei Ihnen ja keinen Unterschied.

Mit ungeheuer emotionalem Biß:
Titanic

 

08/2016
  

Helmut Kohl (86), alte Fortschrittsbremse!

Wie oft wurden Sie in den sechzehn Jahren Ihrer Kanzlerschaft für Ihr Nichtstun belächelt, verspottet und gedisst! Doch jetzt, wo Europa sich anschickt, einzustürzen, steigt auf einmal Ihr Ansehen. Ihr einziges Zutun: das Anmahnen einer »Atempause« in Sachen Brexit. Bevor Sie, Kohl, bald selbst eine unbefristete Atempause einlegen, würden wir Sie gerne noch fragen, wie man so effektiv wie Sie damals das Weltgeschehen anhält. Aber so, daß wir nichts dafür tun müssen!

Mit Dank im voraus grüßen Ihre Slow-Ager von
Titanic

 

Mahlzeit, Essensexperte Uwe Knop!

Zu Ihrem Buch »Ernährungswahn« werden Sie mit diesem messerscharfen Gedanken zitiert: »Niemand kann sagen, was gesunde Ernährung ist – denn Ernährungsforschung gleicht dem Lesen einer Glaskugel, da dieser evidenzlimitierte Forschungszweig keine harten Beweise, sondern systembedingt nur wachsweiche Hypothesen liefert.« Womit Sie die breiweiche Hypothese liefern, daß Evidenz die Forschung limitiert.

Wir hätten dafür eine kerzenharte These für Sie: Systembedingt sollen wir alles essen und nach Kräften dafür bezahlen!

Empfiehlt Ihnen, wo’s eh wurscht ist, reine Fett- und Zuckerdiät:
Titanic
 

 

Bestens informiert, »Dresdner Morgenpost«,

vermeldetest Du anläßlich eines weiteren prominenten Todesfalls: »Das halbe Jahr rum und der Himmel schon voll!« Da fragen wir uns, woher Du weißt, daß nur Celebrities in den Himmel kommen. Und ob wir angesichts der Vollbelegung im Himmel damit rechnen können, daß für die übrigen in diesem Jahr noch abtretenden Promifressen ein Platz in der Hölle oder wenigstens einer im Fegefeuer frei ist.

Dann hinge der Himmel voller Geigen für
Titanic


 

06/2016

Tüt-tüt, EU-Digitalkommissar Oettinger!

Ihr Rat an den ADAC, sich auf die Internetisierung des Straßenverkehrs einzustellen und »lieber Schlaglöcher zu akzeptieren als Funklöcher«, eröffnet schöne Perspektiven. Wenn uns demnächst in einem akzeptierten Schlagloch die Achse bricht, bestellen wir uns einfach ein E-Meal, chillen im ADAC-»Mängelforum« und fahren online Autorennen.

Mut zur Straßenlücke!
Titanic

 


05/2016

Guck-guck, »Focus«!

In Deinem Online-Feuilleton hast Du über eine »Tatort«-Folge das Urteil gefällt: »In manchen Szenen hätte eine Leuchte mehr gut getan, manchmal ist man wegen der vielen plötzlich auftauchenden Nebencharaktere etwas verwirrt.«

Damit, Focus, hast Du wahrscheinlich recht. Wir meinen sogar, daß auch Dir mit Deinen ganzen journalistischen Nebendarstellern die ein oder andere Leuchte ganz guttäte!

Wie die Sendung, so der Zuschauer, meint
Titanic

 

04/2016

Guten T@g, Chester Wisniewski vom Sicherheitssoftwarehersteller Sophos!

Daß »Hacker-Mails kaum noch zu erkennen« seien, wie Sie n-tv verrieten, hat uns beunruhigt. Gefallen hat uns jedoch Ihre Begründung: »Sie werden darin keinen einzigen Rechtschreibfehler finden, keinen Grammatikfehler.« Denn so werden wir in diesen Zeiten des sprachlichen Freistils unter Tausenden Mails künftig jeden Betrugsversuch mit hundertprozentiger Trefferquote erkennen können.

Danke!
Titanic


Daß Du, »Spiegel online«,

mal mit einer Metapher ins Schwarze treffen würdest, hätten wir längst nicht mehr für möglich gehalten. Aber dann: »Schon jetzt bereiten Strippenzieher aus dem Trump-Lager eine Kampagne vor, die Bill Clinton als Mann darstellen soll, der wiederholt Frauen mißhandelt habe. So wollen Trumps Büchsenspanner vor allem weibliche Wähler ins Lager des Milliardärs locken.«

Trumps Dreckschleudern als »Büchsenspanner«? Damit stimmt sogar Deine wenn auch übervorsichtig formulierte Schlußfolgerung: »Ob die Kampagne verfängt, ist indes fraglich.«

Und jetzt nicht mehr in den Strippen des Quasselns verfangen!
Titanic

 

03/2016

Mahlzeit, FLD Freshcut GmbH!

Auf der Webseite zu Deiner Produktpalette mundfertig zerschnibbelter Salat-und-Gemüse-Häppchen versprichst Du tapfer: »Wir schließen den Kreislauf vom Feld bis auf den Teller des Endkunden.« Iiiihh! Muß das sein?

Beendet die Nahrungskette lieber weiterhin auf dem Klo:
Titanic

 

02/2016
 

Hup-hup, Autobahnminister Dobrindt!

Sie verkündeten groß- und mehrspurig: »In fünf Jahren werden wir hochautomatisierte Systeme serienmäßig haben, die unsere Autos digital über die Autobahn lenken.« Das haben Sie prima aufgesagt, und wir sind zuversichtlich, daß genau dies eintreten wird, nachdem wir ja auch längst hochautomatische Erfüllungsroboter wie Sie serienmäßig haben, die unsere Politik lenken.

Als Mensch-Maschine, die Sie sind, speichern Sie aber bitte noch diesen Vorschlag: gänzlich unbemannte Autofahrt! Die würde den Lebensraum des Automobils sichern und die Zahl tödlicher Verkehrsunfälle praktisch auf null sinken lassen. An jedem sonstigen Unfall wäre im Zweifel der Automat schuld, und dem macht Schuld wesensgemäß nichts aus, oder?

Digitalbrief mit gedruckter Unterschrift von
Titanic

 

01/2016
 

P.S., Frau [Helene] Fischer,

Ihr Duftwasser »That’s Me!« ist bei Öko-Test durchgefallen, weil es zu hohe Werte des Allergieförderers Diethylphthalat enthält. Der dient eigentlich dem Entfernen von Alkoholgeruch im Parfüm und nennt sich daher »Vergällungsmittel«. Welches ausschlaggebend für unser Lob an Sie ist, vergällen Sie doch damit wenigstens alle, die zu einer allergischen Reaktion auf Ihre Musik nicht fähig sind!

Dufte Grüße,
Titanic

 

Sie aber, etablierte Sorgenstimme Ramsauer,

griffen bei Lanz mal wieder die Volksparanoia vor den Flüchtlingen auf: »Die Stimmung ist längst gekippt, und deshalb ist es unverzichtbar, daß man diesen Bedenken und Besorgnissen in der Bevölkerung auch eine Stimme gibt. Wenn das etablierte Parteien nicht schaffen … dann machen sich andere Rattenfänger dran, die Dinge aufzugreifen.«

Für Ihre ehrliche Gleichsetzung der CSU mit den Flüchtlingsfeinden von AfD, Pegida und Co. hätten wir Sie beinahe gelobt, Ramsauer! Aber dann kamen uns Bedenken, schließlich wurden im Mittelalter Ratten in der guten Absicht gefangen, die Pest zu besiegen. Sie hingegen stören sich an der Pest offenbar gar nicht. Und das lindert unsere Besorgnis wenigstens im Hinblick auf Sie!

Ihre unverzichtbare
Titanic

 

12/2015


BDI-Boß Ulrich Grillo (56)!

Sie nutzten in der Wirtschaftswoche die Aussicht auf ein allgemein späteres Ableben für einen wohlkalkulierten Vorschlag: »Traditionell galt das Lebensalter minus 15 Jahre als angemessenes Renteneintrittsalter. Die Rente mit 65 bis 67 paßt heute dazu. Wenn nun die Lebenserwartung alle 100 Jahre um 25 zunimmt, also alle vier Jahre durchschnittlich um ein Jahr, so könnte man das Renteneintrittsalter entsprechend anheben – wenn Menschen eines Tages 100 werden, würde sich rein theoretisch ein Renteneintrittsalter von 85 Jahren ergeben.«

»Wenn«, »könnte«, »würde«, »theoretisch« – so konjunktiv wird doch kein schneidiges Plädoyer daraus, Grillo! Warum weisen Sie nicht gleich auf die Sinnlosigkeit des Daseins ohne abhängiges, ausgebeutetes Arbeiten hin? Auf die Überforderung mit dem selbstbestimmten Leben, gerade in der Lebensphase, in der vieles im Kopf schon verbuddelt ist, anderes am Körper aber noch zur Herstellung von Bruttosozialprodukt taugt? Außerdem würde mit Ihrem Plan der Rentenzeit-Anteil am Leben nur zaghaft von 18 auf 15 Prozent reduziert. Und andersrum: Wäre nicht angesichts der heute so geringen Erwartung an das Leben ein Arbeitseintrittsalter von 13 Jahren angemessen?

Erwartet von Ihnen jedenfalls Jahr um Jahr senileren Neoliberalismus:
Titanic

 

Och, Hip-Hopper von »Blumentopf«!

»Wir lösen den Blumentopf auf«, mußten wir auf Eurer Facebook-Seite lesen. Die Erwartung, daß Ihr Euren musikalischen Samen woanders pflanzt, laßt Ihr jedoch gar nicht erst aufkeimen: »Wir schalten die Geräte ab, klappen die Reimbücher zu und stürzen die Hip-Hop-Szene in ein schwarzes leeres Loch.« Aus welchem ergo von nun an kein Schall deutschen und gar internationalen Versmaßbruchs nach draußen dringen kann. Noch nicht mal die Information, daß dieses blümerante Gestammel jemals existierte!

Da den Deckel drauf!
Titanic



11/2015

Sie hingegen, Journalistin Cornelia Meyer,

fragten auf Web.de rhetorisch: »Steht Deutschland vor dem Burnout in Sachen Flüchtlinge?«

Hat angesichts Ihrer Wortwahl die Burnout-Syndrome Freudlosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit:
Titanic

 

04/2015

Grüß Gott, Martin Luther!

Nur zwei Jahre vor Ihrem 500. Reformationsjubiläum wühlte zunächst die Jubelbeauftragte Käßmann Ihr antisemitisches Vermächtnis auf (»ein erschreckendes Beispiel christlicher Judenfeindschaft«), und dann pinnte auch noch der Nazi Lutz Bachmann nach Ihrem Vorbild Thesen an die Dresdner Kreuzkirche. Was könnte da Ihren Leumund noch rechtzeitig reinwaschen, Luther? Ein ordentlicher Ablaßhandel? Das Geld dafür würde Ihnen sicher gerne ein netter Jude vorstrecken!

Erlösungsvorschlag ins Fegefeuer von
Titanic
 

Frageexpertin Anne Will! 

Sie durften für die Deutsche Filmakademie Ihren Lieblingsfilm vorstellen, wählten »21 Grams« des »Birdman«-Regisseurs Iñárritu und begründeten die Wahl so: »21 Grams tippt nichts Geringeres an als die ganz großen Fragen, was uns ausmacht und was von uns bleibt.« Und weil Sie, Frau Will, in Ihrer Sendung die ganz großen Fragen ebenfalls höchstens mal antippen, machen wir Sie immer aus!

Verbleibt mit einigen Gramm Asche auf Ihrem Haupt:
Titanic

 

03/2015

Lautsprecher Detlev »D!« Soost!

Sie blökten Bunte.de den Grund für Ihre Eheschließung ins Notizbuch, indem Sie Ihre Gattin zitierten. Diese habe Sie einst aufgeklärt: »Du mußt dir mal zuhören, was für Scheiße du redest.« Das habe Sie mehr als beeindruckt: »In dieser ersten Streitsituation wußte ich, die ist es.« Nun fehlte Ihnen, Soost, wohl nur noch ein Medienpartner, der Ihnen öffentlich dasselbe bescheinigt. Das übernehmen wir gerne, stehen für weitere partnerschaftliche Intimitäten aber auf keinen Fall zur Verfügung.
Titanic


 

01/2015

Schnattertante Barbara Schöneberger!

Sie sind zu einer Einsicht gelangt, die Sie gleich an das Diskretionsmedium Bunte.de weitergaben: »Ich möchte nichts mehr einfach so daherplappern, sondern mir immer bewußt sein, was für Folgen mein Reden haben kann.« Das ist löblich, Frau Schöneberger. Uns würde nur interessieren: Hatte von dem, was Sie im Laufe Ihres Lebens so sagten, schon jemals etwas Folgen?

Wenn Sie’s uns verraten möchten – bitte möglichst in einem Satz!

Danke:
Titanic
 

 

12/2014

Arme Curler!

Das Innenministerium hat Eurer coolen Sportart die komplette Förderung gezwickt, weshalb wir uns fragen, womit Ihr künftig Eure Steine finanziert. Müßt Ihr nun gar, als Haus- und Besenexperten, wischen gehen?

Wird alles schon glatt laufen, hofft: 
Titanic


11/2014

Käßmann, alte Protestantenhaut!


Nachdem der langjährige Pflegefall und frühere Intendant des senilen MDR, Udo Reiter, nach öffentlichem Sinnieren über die Würdelosigkeit des Dahinsiechens den Freitod gewählt hatte, grübelte es via Bild in Ihnen: »Wir können doch nicht sagen, daß jeder, der etwas ›vertrottelt‹, keinen Sinn mehr im Leben hat. Wer will denn sagen, was lebenswertes Leben ist?«

Und das, Käßmann, wäre gewiß richtig, artikulierte sich bei Ihnen da nicht pures Eigeninteresse!

Stets lebens- und liebenswert:
Titanic

 

08/2014

Knackige Kim Kardashian!

Einen heißen Trend haben Sie da gesetzt mit dem »Belfie«, also dem Selfie vom Butt, i.e.: selbst angefertigten Fotoporträt vom eigenen Steiß. Viele andere Poser haben während der WM in Brasilien bei diesem Trend mitgewackelt, wir aber finden ihn arschlangweilig. Schon seit Jahrzehnten setzen wir uns nämlich für unsere eigenen Belfies untenrum blank auf unseren Kopierer. Deshalb fragen wir uns auch: Warum muß man auf Ihrem berühmten Belfie eigentlich Ihr Gesicht sehen?

Will doch keiner, schon gar nicht:
Titanic

 

06/2014

Ei, Thüringer Polizei!

Du hast zu Ostern Deine 33 Tonnen schweren und gut 900 000 Euro teuren Wasserwerfer einem Test mit Eier-, Tennisball- und Plastikflaschenbewurf unterzogen. Laut »MDR Info« traten an »WaWe10« in der Folge »faustgroße Schäden« an der Frontscheibe auf, die daraufhin als »schwer beschädigt« gelten mußte. Nun wärst Du, Thüringer Polizei, eigentlich dafür zu loben, daß Du diese Schwachstelle der Staatsmacht selbst aufgedeckt hast. Skeptisch macht uns allerdings die Aussage Deines Polizeihauptkommissars Jörg Schwarz, demzufolge der Wasserwerfer dennoch »ohne Einschränkungen einsatzbereit« sei. Soll das heißen, daß Du das Fahrzeug angeschafft hast, um völlig blind mit Hochdruckwasser auf Menschen zu schießen und sie gegebenenfalls auch mal zu überrollen?

Fragt mit feuchten Augen:
Titanic

 

Holla, Peter Tauber!

Als neuer CDU-Generalsekretär werden Sie in der öffentlichen Wahrnehmung noch nicht besonders hoch gehandelt. Deshalb regten Sie jetzt im Focus etwas Interessantes an: »Jeden Tag wird im Fernsehen mit bierernster Miene der Aktienindex verkündet. Die Börse ist also wichtig – und Kinder? Um zu zeigen, daß uns Familie viel bedeutet, könnte beispielsweise auch regelmäßig eine Art Geburtenindex verlesen werden.«

Ausgezeichnete Idee, Tauber! Die Kleinen sind ja immer eine gute Erbanlage. Allerdings erführe der Zuschauer gewiß auch gerne, welche Kinder nun gerade wie hoch im Kurs stehen. Wenn dann Babys aus Familienunternehmen mit Gewinnwarnung oder gar aus alleinerziehenden Ich-AGs mit Altschuldenlast eine schlechte Rendite versprechen und ihr Kurs gleich nach der Geburt eine gnadenlose Talfahrt hinlegt, wenn also der Markt knallhart gegen sie entscheidet – sollte man das den Eltern im Fernsehen nicht ebenso bierernst mitteilen?

Fragt der Investorennachwuchs der
Titanic

 

 

05/2014 

Menschenskind, Ikea!

Mit Sorge lasen wir, daß Du einige Deiner herzallerliebsten Baldachine für Kleinkinder wegen »Strangulationsgefahr« zurückgerufen hast. Wir verstanden dann auch, warum Du die Stoffdächer seit jeher »Betthimmel« nennst.

Mit paradiesischem Gruß:
Titanic

 

 

04/2014

Super, »Deutschlandradio«,

fanden wir letzten Sonntag Deinen Kirchenbeitrag »Theologie des Witzes«, in dem Du kundig analysiertest: »Denn der Glaube tut genau das mit anderen Mitteln, was ein guter Witz auch macht. Er verändert die Bedeutung eines Sachverhaltes oder eines Erlebnisses und bringt es in einen anderen Rahmen, so daß das Unerträgliche erträglich wird und das Schockierende verständlich.« Weshalb sich, liebes »Deutschlandradio«, der Glaube eben vor allem als Witz verstehen läßt.

Amen:
Titanic

 

02/2014

Prima, Aldi,

daß sich in Deinen Berliner Filialen 140 Kilogramm Koks in Bananenkisten fanden. Wenn Du demnächst noch günstig Nutten dazu anbietest, wäre bei der Dekadenz endlich ein gewisser sozialer Ausgleich geschaffen.

Merci:
Titanic

 

01/2014

Hui, »Spiegel online«!

Über die Entdeckung einer Stätte, die viele Pflanzenfresser vor 240 Millionen Jahren als Latrine genutzt hatten, berichtest Du: »Die Forscher gruben in der argentinischen Provinz La Rioja acht solcher Kotansammlungen mit bis zu 90 versteinerten Haufen pro Quadratmeter aus.« Es müssen also ganze »Herden« gewesen sein, die »das Areal als Toilette nutzten«. Zu welchem Zweck? »Die öffentliche Toilette diente offenbar der Kommunikation.«

Fein, »Spon«, doch Dich dürfte diese »Entdeckung« am wenigsten überascht haben. Wo Du mit Deinen Beiträgen und Deinem Forum heute 24 Stunden am Tag genau dieser Ort bist!

Die Zeiten kehren eben wieder, sagen Deine Fäkalforscher von:
Titanic 



Martin Schulz (SPD)!


Hauptberuflich sind Sie Präsident des Europaparlaments. Im Nebenjob kämpften Sie sich jedoch für die deutsche Sozialdemokratie durch unzählige Verhandlungsrunden mit der Union und setzten uns die daraus hervorgegangene Koalitionsvereinbarung im Deutschlandradio auseinander: »Da steht drin, daß wir die Entsenderichtlinien für entsendete Arbeiter in Europa novellieren wollen. Das sind die Mißbrauchsstrukturen, die wir gerade in der Fleischindustrie kennen, wo Leute von einem Land ins andere geschickt werden, um für zwei Euro neunzig acht Stunden, zehn Stunden, zwölf Stunden am Tag arbeiten zu müssen, diese Ausbeutung zu regulieren.«

Und diese Ausbeutung, Schulz, muß in der Tat reguliert, der europäische Arbeiter einheitlich mißbraucht werden. Uns fiele da z.B. ein, daß die Kadaverzerteiler sich während der Arbeit von den anfallenden Fleischabfällen ernähren könnten – zwölf Stunden Schicht für alle sollten reichen, um satt zu werden, wofür es auch nicht mehr als einen Einheitslohn von zwei Euro neunzig bräuchte. Und beim Verschicken der Tierarbeiter von einem Land ins andere sollten immer die EU-Bestimmungen zum Zusammenpferchen von Lebendfleisch gelten!

Es dankt Ihnen jedenfalls für die Ehrlichkeit, Ihr Zustimmungsvieh aus:
Titanic
 

 
12/2013

Hello again, Howard Carpendale (67)!

Zehn Jahre nach Ihrem vorgetäuschten Bühnenabschied lesen wir im Interview mit Ihnen auf N24.de von einem neuen Album, und wie Sie nun vorhaben, Ihrem Publikum erneut live ins Ohr zu kriechen: »Meine Show besteht aus zweieinhalb Stunden sehr dramaturgischen Aufbaus, mal mit melancholischen Momenten, dann mit etwas zu lachen. Ich hoffe sehr, daß wir, wenn wir zusammen proben, merken, daß gut zehn Lieder aus diesem Album passen. Dann sind natürlich auch ältere Titel dabei, weil die Leute das gerne hören wollen. Aber wenn ich nur die alten Hits spielen würde, würde das viel zu lange dauern, und es gäbe auch kein schönes Bühnenprogramm.«

Hervorragend, Carpendale! Somit wären also Ihre alten Hits in der Summe länger als Ihre alten Hits und Ihre neuen Weisen zusammen. Und die aktuellen Lieder ergo bereits zu Ende, ehe Sie sie angestimmt haben!

Unter diesen Umständen immerhin mit dem Comeback-Album einverstanden:
Titanic

 

11/2013

Hallohallo Daniela Katzenberger!

Wie die Medien uns mitteilen, ermitteln Sie demnächst in einem Regionalkrimi der ARD.

Tippt darauf, daß Sie den Fall nicht lösen werden:
Titanic


Prima, Aldi Süd!

Daß Deine Führungskräfte im Zentrallager Mahlberg aufsässige Lehrlinge mit Frischhaltefolie gefesselt haben sollen, erscheint uns vernünftig. Man darf die Ware eben nicht verderben lassen, auch nicht die billigste.

Informiert:
Titanic


10/2013

Sei lieb gegrüßt, »Heute Journal«!

Du hast die Meldung der Wahl Franck Ribérys zu »Europas Fußballer des Jahres« betont herzlos mit »…und jetzt zwei Personalien vom Fußball« eingeleitet. Weil zwar nach siebzehn Jahren wieder einmal ein in Deutschland kickender Fußballer gekürt wurde, es sich bei Ribéry aber halt nur um einen Franzosen handelt? Weil er zwar einen wunderschönen Schmiß hat, dieser aber nur von einem Unfall stammt?

Schmissiger Einwurf von:
Titanic


09/2013

Donnerwetter, Außenminister John Kerry (USA)!


Bei »Spiegel online« lasen wir erfreut die Überschrift »Kampf gegen den Terror: Kerry verspricht Ende der Drohnenangriffe in Pakistan«. Daß Sie als erster maßgeblicher US-Politiker den Terror wirklich bekämpfen - darauf ein nachsichtiges Peace!

Kerry on!
Titanic


08/2013

Hey, sexy Teenager!

Wenn wir alten Säcke Euren routinierten Gangbangausführungen in der Straßenbahn lauschen, staunen wir jedes Mal nicht schlecht. Doch nun lesen wir, daß sechs von Euch während des Sexualkundeunterrichts an einem Borkener Gymnasium beim Betrachten sachlicher Zeichnungen von Beischlaforganen gemeinsam unter Schwindel und Brechreiz kollabiert sind. Seid Ihr am Ende also gar keine unersättlichen Sexmonster, sondern teilt in allen Lebenslagen schlicht jedes Leid und jede Freude?

Alter! Das findet so was von feini und geschmeidig:
Euer Opakollektiv von der Titanic


07/2013

Eiverbibsch, Feldschlößchen-Brauerei!

Du hast all die Fluthilfe-Happenings in Dresden mit einem großen Lkw Deines »Pichelmännle«-Biers versorgt und auf Facebook gedichtet: »Wenn die Elbe endlich weicht zurück / hilft das den Menschen schon ein großes Stück! / Entweicht jedoch das Bier der Flasche / empfindet man's als fiese Masche!« So ist es, Feldschlößchen-Brauerei! Trinken kann man Dein Gebräu ja nicht, und zum Dichten - ob von Dämmen oder einfach nur so - taugt es offenbar noch weniger.

Nach Dir die Sintflut!
Titanic


05/2013

Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur (DVCK) e.V.!

Mit einer Unterschrifteninitiative kämpfst Du »für den Schutz der Kinder, der Familie und der christlichen Wurzeln Deutschlands«. Und so erzürnt Dich die in Berlin geplante liberale Aufklärung in der Grundschule: »Ab dem ersten Schuljahr sollen Kinder lernen, was Homosexualität, Bisexualität, Transsexualität und ›sexuelle Vielfalt‹ sind. Kinder sollen damit konfrontiert werden, um ihnen möglichst früh einzutrichtern, daß es so etwas wie eine ›Sexuelle Vielfalt‹ gibt.« Und tatsächlich, liebe Christenmenschen, wurde kirchenseitig der sexuellen Vielfalt im Kinderleben traditionell ja eher entgegengewirkt. Willst Du, »Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur«, Dich demgemäß nicht treffender in »Initiative« umbenennen?

Damit hättest Du endlich das passend penetrante Akronym, findet
Titanic


04/2013

Liebe Bildungspolitiker!

Ihr habt den Studenten durch Einführung von Bachelor und Master praktisch alle Freiheiten bei der Gestaltung der Studienzeit entzogen, und nun wollt Ihr auch noch den Schülern das allerletzte Element der Entschleunigung nehmen: das Wiederholen einer Schulklasse?

Ruft dagegen zu jahrelangem Sitzstreik auf:
Titanic


03/2013

Einfallsreiche Molekularköche!

Immer öfter serviert Ihr Euren betuchten Gästen Espuma, also mit Lachgas aufgeschäumte Speisen. Damit endlich mal ein anderer Wind durch den Leib weht?

Euphorisch: Titanic


Chris de Burgh, altes Haus!

Sollte sich Ihre aktuelle Tournee »An Evening at Home with Chris de Burgh and Band« nicht lieber auf einen einzigen Ort beschränken? Auf Ihr lauschiges Cottage in Enniskerry im irischen County Wicklow?

Sie bräuchten dann auch den Fährmann nicht zu bezahlen!

Vorschlag von: Titanic

 

12/2012

Übrigens, »Arbeitskreis Christen in der NPD«!

Ihr wißt schon, daß Adam und Eva zwei rabenschwarze Neger waren?

Kassiert stante pede Euren Arierpaß ein:
Titanic


11/2012

Hey, Bundeswehr!

»Liebst Du das Abenteuer? Suchst Du die Herausforderung?« fragst Du. »Dann sind die Bw-Adventure Camps - der Mega-Event von BRAVO und treff.bundeswehr.de - genau das Richtige für Dich!« Doch statt Abenteuer bietest Du nur den üblichen Funquatsch in Gestalt von Wasserspielen und »Beach-Party« auf Sardinien bzw. Klettern mit »Bergsause« in Oberbayern an.

Dabei hättest Du, Bundeswehr, mit Afghanistan doch eine Toplocation für eine echt abenteuerliche Herausforderung im Angebot, bei der man vorher nicht weiß, ob man mit einem Bein oder Leben weniger zurückkehren wird.

Campiert lieber völlig eventfrei:
Titanic


10/2012

Mensch, sächsische Nazis!

Euch mal zu loben, fällt uns zugegebenermaßen schwer, aber daß Ihr neuerdings Crystal Meth unter Euresgleichen vertickt, eine Substanz, die zu rapidem körperlichen Verfall führt und auch unter dem Szenenamen »Hitler-Speed« bekannt ist - Respekt!

Muß Euch so auch nicht mehr mühsam die Zähne einschlagen:
Titanic


Und Sie, fast vergessener Lothar de Maizière,


setzten uns in Günther Jauchs Sesselschlummersendung »Machtfrau Merkel - wie tickt die Kanzlerin?« auseinander, wie es beim Casting zu Kohls erstem gesamtdeutschen Kabinett zugegangen sei: »Er sagte zu mir, er wolle ein weiches Ressort mit einer ostdeutschen Frau besetzen. Drei Fliegen mit einer Klatsche, also weich, ostdeutsch, Frau.« Woraufhin es Ihnen gelungen sei, Kohl zu diesem Zwecke von Merkel zu überzeugen.

Und so, de Maizière, alter Fliegenfänger, ist die Kanzlerin also in Wahrheit Ihr Geschöpf? Und Sie harmloser Fusselbart sind mithin verantwortlich für jenen todbringenden Streich, der in Gestalt Merkels neben Frauen, Ostdeutschen und weichen Ressorts später auch noch Kohl, Union, Opposition und überhaupt jede politische Regung im Lande auslöschen sollte?

Dann klatscht vollends begeistert: der Herr der Fliegen c/o
Titanic


09/2012

Kopf hoch, Pinakothek der Moderne (München)!


Du mußt nächstes Jahr für sieben Monate geschlossen werden, weil Deine schicke Rotunde bereits zehn Jahre nach dem Bau tiefe Risse aufweist. Dabei ist doch gerade die Schönheit von Auflösung und Zerfall ein Konzept der Moderne!

Laß Dich bloß nicht ganzkriegen!
Titanic


08/2012

Servus FC Bayern!

Dein Spieler Breno hat beim Prozeß um den Brand in seiner Villa vor Gericht ausgeplaudert, daß er das Schlafmittel Stilnox einem unverschlossenen Schrank in Deiner Geschäftsstelle entnommen habe. Nun lesen wir im Netz, zu den Nebenwirkungen dieses Präparats gehörten u.a. »Benommenheit am Tag«, »Sehstörungen«, »Verwirrtheit«, »Muskelschwäche« und »Bewegungsunsicherheit«.

Schließ den Schrank doch wenigstens vor wichtigen Spielen ab, empfiehlt:
Titanic


07/2012

Gnädigste Merkel!

Bevor sich François Hollande mit Ihnen traf, schlug ein Blitz in seinem Flugzeug ein. Sie meinten dazu: »Vielleicht ist das ja ein gutes Omen für die Zusammenarbeit.« Prima, Merkel! Dann wüßten wir nur gerne, was Sie da beizusteuern hätten. Einen Lkw, der gegen Ihren Dienstwagen donnert? Pflastersteine, die auf Sie hageln? Oder einen Knall in Ihrem Oberstübchen?

Das wäre jedenfalls eine ausgezeichnete Grundlage für die Zusammenarbeit mit
Titanic


Kommentator Bernd Schmelzer!

Beim Championsleague-Finale der Frauen (1. FFC Frankfurt - Olympique Lyon) grätschten Sie subtil gegen das Kardinalfoul des Fußballreporters: »Wenn es eine Möglichkeit von mehr als einhundert Prozent gäbe, dann wäre es diese gewesen!« Genau, Schmelzer! Denn eine nur hundertprozentige Chance hätte Melanie Behringer ja zwingend nutzen müssen. So war die Chance einfach zu groß!

Sonst um einige Prozent strenger:
Titanic


06/2012

Hey, »Dresdner Morgenpost«!

Zur Erntezeit des weißen Stangengemüses hast Du trefflich auf den Punkt gebracht, daß der sächsische Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU) Probleme mit einem vakanten Ehrenamt hat: »Spargelkönigin: Kupfer findet keine zum Stechen.« So genau wollten wir das Anforderungsprofil allerdings gar nicht kennen.

Deine Kupferstecher von der
Titanic


05/2012

Und Du, Saudi-Arabien,

willst nun tatsächlich zum ersten Mal Sportlerinnen zu den Olympischen Spielen nach London schicken. Natürlich darf deren Sportart »nicht dem islamischen Recht widersprechen«, also allenfalls Hände, Füße und Gesicht zeigen, weshalb Du in Erwägung ziehst, ein paar Reiterinnen zu entsenden. Und da, Saudi-Arabien, möchten wir doch zur Vorsicht mahnen: Gerade deren Bewegungen bieten stets einen besonders unsittlichen Anblick!

Lieber alles beim alten lassen, raten Deine Sittenwächter von der
Titanic


03/2012

Und Du, Coke Light,


engagierst Dich »für die Herzgesundheit von Frauen«. Denn »auf der Erde schlagen mehr als sieben Milliarden Herzen, mehr als die Hälfte von ihnen sind Frauenherzen, die in der Regel schneller schlagen als Männerherzen«. Und was treibt die Frequenz weiter hoch und bringt die weibliche Pumpe schließlich aus dem Takt, Coke Light? Wo Du herzloses Gesöff noch mal zwanzig Prozent mehr Koffein enthältst als normale Cola?

Mal drüber nachdenken, rät
Titanic


02/2012

Ahoi, Patrick Döring (FDP)!

Nach dem blitzartigen Abgang von Generalsekretär Lindner wurden Sie sogleich als Nachfolger nominiert und machten uns prompt große Freude, weil gegen Sie gerade wegen Fahrerflucht ermittelt wurde. Sie hatten mit Ihrem Pkw den Außenspiegel eines anderen Verkehrsteilnehmers demoliert und dann kräftig Gas gegeben. Herrlich! Schlechtes Manöver und dann schnellstens abhauen, Döring, das erinnerte uns bereits schön an Ihren Vorgänger. Gut gefiel uns aber auch Ihre Rechtfertigungrede in der Welt: »Ich weiß, daß solche Dinge eine andere Rolle spielen, wenn man Amtsträger ist. Auf meine Arbeitsfähigkeit wird das keine Auswirkungen haben. Ich habe meine persönliche Situation meinem Pflichtgefühl gegenüber der Partei untergeordnet.«

Lassen Sie uns raten, Döring: Sie leiden persönlich wie ein Hund unter dem Vorfall, vermögen die schreckliche Seelenpein jedoch zum Wohle eines höheren Ziels zu unterdrücken. Weil Sie Vorbild sein wollen - für eine Partei, die niemals zurückschaut.

Volle Fahrt voraus!
Titanic


Ha, Jörg-Uwe Hahn!

Eine Presseerklärung der FDP, die man sofort unterschreiben kann - gibt's nicht, oder? Gibt's doch, und zwar Ihre Mahnung als hessischer Liberalen-Chef an die Parteifreunde zum Rücktritt von Christian Lindner: »Ich rate aber allen, jetzt demütig zu schweigen.«

Vielleicht sogar in alle Zukunft hinein?
Titanic


Jon Bon Jovi (49)!

Nach der Internetmeldung über den Fund Deiner Leiche in einem Hotelzimmer hatten wir uns schon darauf eingestellt, nun wochenlang kein Radio mehr einschalten zu können, bis die kondolenzbedingte Dauerrotation Deiner Lieder endlich vorüber wäre. Aber was mußten wir dann erfahren? Du lebst. Du erfreust Dich sogar bester Gesundheit! Und schmunzelst vermutlich nachsichtig über alle, die sich derart an der Nase haben herumführen lassen.

Bitte bitte, Jon Bon Jovi: It's our life! It's now or never!
Titanic


01/2012

Eiverbibsch, Reinhard Boos!


Sie sind sächsischer Verfassungsschutzpräsident, und Ihrer Behörde waren im Jahr 2000 doch glatt die Zwickauer Mordnazis durch die Lappen gegangen. Dafür konnten Sie jedoch mit einem wasserdichten Alibi aufwarten: »Ein Zugriff durch unsere Behörde ist generell nicht möglich, sondern kann nur durch die Polizei erfolgen.« Schön, Boos. Da gäbe es allerdings ein altbekanntes Geheimdienstmittel: Es nennt sich Personenüberwachung und hätte ermöglicht, die Delinquenten solange zu verfolgen, bis sich Polizisten für den Zugriff bereitgefunden hätten.

Öfter mal Geheimdienstfilme gucken, ruhig auch ganz alte, rät:
Titanic


12/2011

Liebe russische Nazis!


Klar, Ihr marschiertet zum »Tag des Volkes« am 4. November wieder zu Tausenden für ein »Rußland nur für Russen«; aber warum tragt Ihr dabei immer Hakenkreuze? Wißt Ihr nicht, welchen Marsch Euch Euer Idol Hitler geblasen hätte, hätte er Rußland für die Deutschen eingenommen? Wie sehr müßt Ihr Euch selbst hassen!

Und wie recht Ihr damit habt, weiß niemand besser als
Titanic


Jesus Maria, Weltbild-Verlagsgruppe!

Nur weil Du als einer der größten deutschen Buchhändler zufällig der katholischen Kirche gehörst, mußtest Du Dir wegen Deines Angebots jetzt viel Häßliches vorwerfen lassen: »Weltbild-Verlag: Katholische Kirche macht mit Pornos ein Vermögen« (»Welt Online«), »Pornos aus dem Kirchenverlag« (Kölner Express), »Verbreitung von Sexbüchern, Gewaltverherrlichung, Esoterik, Magie und Satanismus« (»Berliner Morgenpost Online«). Aber weshalb, Weltbild Verlagsgruppe, verteidigst Du Dich mit dem müden Hinweis, solche Titel entstammten lediglich dem Großhandelsangebot des deutschen Buchhandels und würden deshalb auf Kundenwunsch geliefert? Warum nicht offensiv: Mit Sex- und Gewaltexzessen, Esoterik, Magie und Satanismus kennt sich seit jeher niemand besser aus als die katholische Kirche, weshalb diese Themen selbstredend ins Portfolio ihres Buchhandels gehören!

Hau rein:
Titanic


11/2011
Welt-Anti-Doping-Agentur!

Das ist sehr aufmerksam von Dir, daß Du das Rauchen unter Dopingverdacht stellst und Nikotin ab nächstem Jahr wegen seiner leistungssteigernden Wirkung beobachten willst. Welche Sportarten hast Du denn besonders im Auge? Extrembergsteigen? Triathlon? Oder vielleicht doch eher Poker?

Fragt mit sportlichem Gruß:
Titanic


10/2011

Aber jetzt doch noch mal, Bleibtreu!

In dem aktuellen Film »Mein bester Feind« mimen Sie einen Juden, der sich per Uniform als SS-Mann tarnt. Gegenüber Stern.de wußten Sie deshalb, warum die Faschos nicht ohne fesche Waffenröcke auskamen: »Diese Uniformen hatten ja irgendwie einen ziemlichen Schick. Diese Schweine hatten schon ein extremes Gespür für Look, für gutes Aussehen.« Diese Schweine! »Und das ist natürlich auch einer der Gründe gewesen, wie man wahnsinnig viele Leute verführen konnte.«

Wie raffiniert, Bleibtreu! Und: netter Versuch. Aber Uniform hin oder her - uns kriegen Sie trotzdem nicht!

Mit antifaschistischen Grüßen:
Titanic


09/2011

Hey, Kochbar.de!

Dein Rezept für »Hähncheninnenfilets« klingt ja sehr geschlechtsausgewogen, aber warum dann ausgerechnet mit »Stangenspargel«? Ach, da nimmt man den aus der Dose?

Darauf einen Eierlikör:
Titanic


07/2011

Hellmut Königshaus (FDP)!

Als Wehrbeauftragter des Bundestags erklärten Sie gegenüber dem Intelligenzblatt Cicero, in welcher Form die Bundeswehr ihr Rekrutennachschubproblem lösen kann, nämlich als »Vorreiter auf dem Arbeitsmarkt, der deutlich macht, wie sich Potentiale in Bevölkerungsgruppen ausschöpfen lassen, an die bisher nicht oder viel zu wenig gedacht wurde«. Und so dachten Sie mit einem Mal an Gruppen, an die Ihre Partei sonst nicht so viel denkt, an Türken, Araber und Balkanesen, weil »Menschen mit Migrationshintergrund den Dienst bei der Bundeswehr durchaus als Chance für Integration und außerdem eine langfristige Beschäftigung sehen.« Völlig richtig, Königshaus! Ist doch die Krönung der Integration der Heldentod fürs neue Vaterland. Und der perfekt assimilierte Soldat findet hernach jahrzehntelang Beschäftigung, indem er langsam zu deutscher Erde mutiert.

Voller Kanonenfutterneid:
Titanic


06/2011

Liebe Berliner Zivilpolizisten,

wenn Euch neuerdings Eure uniformierten Kollegen auf Demos mit Pfefferspray, Reizgas und Schlägen mit dem Quarzsandhandschuh eindecken, wie jüngst am 1. Mai, wie nennt man das dann? Berufsrisiko? Friendly flogging? Oder einfach Tarnungsmaßnahme? Wäre in diesem Fall die Tarnung aber nicht noch besser, wenn Ihr die unbekannten Kollegen nicht verklagtet, sondern kräftig zurückschlüget? Dann könnten nämlich unbehelligt demonstrieren:

Eure Konfliktberater von der
Titanic


05/2011

Bon, Christian Wulff!

Sauber gedacht und präsidial reagiert: »Ich möchte den Kontakt zu den Bürgern haben. Das setzt voraus, daß man auch einmal von einem Ei getroffen wird.« Womit also der von Ihnen gewünschte Bürgerkontakt zwangsläufig über geworfene Eier führt.

Wird es sich merken:
Titanic


04/2011

Liebe »Taz«!

Gut gemerkt und fein differenziert: »Über 260 Busse konnte allein das zivilgesellschaftliche Bündnis ›Dresden Nazifrei‹ mobilisieren, die am Samstag aus allen Teilen Deutschlands und auch aus dem europäischen Ausland in Sachsen eintreffen sollen. Darin sitzen Gewerkschafter, Parteifunktionäre und Antifaschisten. Darin sitzen aber auch Tausende friedliche Demonstranten, die sich am Samstag den Neonazis friedfertig in den Weg stellen wollen.«
Und so haben die berüchtigten Prügelkommandos von Gewerkschaften und Parteien dann ja auch wieder zünftig randaliert.

Im Unterschied zu den friedlichen Demonstranten von der
Titanic


Liebe Medien!

Was habt Ihr nicht wieder alles zur Karnevalszeit gemeldet: »Nun regieren die Narren« (Oberbayrisches Volksblatt), »Narren in der Kirche« (Stuttgarter Nachrichten), »Narren im Dschungel« (Schwarzwälder Bote) oder gar »Echte Narren besuchen Merkel im Kanzleramt« (Hamburger Abendblatt). Aber sagt mal, Medien, ist das denn nicht das ganze Jahr über so?

Tusch!
Titanic


02/2011

Norbert Geis!

Als immer noch amtierender Chefreaktionär der CSU hetzen Sie in Ihrem monatlichen »Brief aus Berlin« gegen alles und jeden links von Pinochet. So analysieren Sie die Politik der SPD: »Kein Konzept, keine Wähler, kein Ausweg: So steht die SPD derzeit da. Kein Niveau, kein Niveau, kein Niveau: Durch eine solche Politik will sie von den ersten drei Problemen ablenken.« Eine solche Politik? Die bereits dadurch hinreichend charakterisiert ist, daß sie gleich dreimal kein Niveau besitzt? Geis, von welchem Problem wollen Sie mit diesem Argumentationsnihilismus ablenken? Daß Ihr Parteichef Seehofer die Konzepte schneller wechselt als seine Lederhosen? Oder daß Konzepte wie das des vorgestrigen Erzkonservativen noch mal besonders laut poltern, ehe sie aussterben? Wie wäre es denn, wenn Sie einfach mal die Reihenfolge umdrehten?

Abschiedsgruß, Abschiedsgruß, Abschiedsgruß:
Titanic


01/2011

Liebe Charlotte Roche!

Ein unmoralisches Angebot zu einem moralischen machen zu wollen, indem man es an ein hehres Anliegen koppelt, ist ja ein beliebter Trick von Aufmerksamkeitssüchtigen wie Ihnen. Aber wenn Sie Bundespräsident Wulff via Spiegel anbieten, ihm beizuschlafen, falls er das Gesetz für längere AKW-Laufzeiten nicht unterschreibe - ähm, wie sollen wir's Ihnen nur schonend beibringen? Also gut, Frau Roche: Haben Sie ihn damit nicht geradezu zur Unterschrift gezwungen?

Zurück ins, hüstel, zweite Glied!
Titanic


Club Arteum (Dresden)!

Wie? Männer und Frauen zusammen auf einer Tanzparty? Gibt's nicht! Bei Dir seit neuestem doch: »NIGHT OF THE WOMEN meets NIGHT OF THE MEN«! Wow! Klingt nach einem genialen Konzept. Bis es sich bewährt hat, bleibt allerdings erst mal in der Unisex-Kneipe hocken:
Titanic


12/2010

Und noch mal, Seehofer!

Einverstanden, die Diskussion um die Einführung der 40-Prozent-Frauenquote für Führungspositionen war »die beste in der Geschichte der CSU«. Solche schönen Diskussionen wünschen wir Ihnen noch viele, auf dem Weg zur 40-Prozent-Partei und darunter hinaus:
Titanic


Liebe Kreditkartenbetrüger!

Ihr mailt neuerdings folgendes: »Ihre Kreditkarte wurde ausgesetzt, weil wir ein Problem festgestellt, auf Ihrem Konto. Wir haben zu bestimmen, dass jemand Ihre Karte ohne Ihre Erlaubnis verwendet haben. Für Ihren Schutz haben wir Ihre Kreditkarte aufgehangen. Um diese Suspension aufzuheben Klicken Sie hier und folgen Sie den Staat zur Aktualisierung der Informationen in Ihrer Kreditkarte.«
So weit, so logisch. Aber warum, bitteschön, sollten wir in dieser Angelegenheit den Staat bemühen? Dem trauen wir nämlich nicht!

Follows the state of your translation:
Titanic


11/2010

Gott zum Gruße, Weihbischof Jaschke!

Zur christlich-deutschen Leitkultur ließen Sie sich anläßlich des Integrationsstreits vom Kölner »Domradio« befragen und wußten prompt: »Wir sind über 60 Prozent Christen in unserem Land, wir haben eine Kultur, auf der wir aufbauen, ein Boden für unser Recht und unsere Sittlichkeit, das kann nicht einfach so weggewischt werden.«
Wenn Sie damit auf das seit jeher prekäre Verhältnis Ihres Katholizismus zur Sittlichkeit anspielen, haben Sie natürlich vollauf recht, Hochwürden; und auch das Wegwischen der entsprechenden Sünden beherrscht Ihre Religion ja besser als das Muselmanentum. Andererseits, Exzellenz, sind es eben diese Islami, die in unserem Land überproportional häufig für einen saubergeputzten Boden sorgen. Und damit pflegen sie doch eindeutig das Deutschtum!

Reinigende Grüße mit dem Weihwassersprengel sendet:
Titanic



10/2010

Frauenförderung, Commerzbank,

braucht ja einiges an sprachlicher Verve, um in der Geschäftswelt, wo die Männer den Hut aufhaben, Gehör zu finden. Wie aber dürfen wir es verstehen, wenn Du Dein »Karriere-Event WomenUp2010« mit folgender Frage anpreist: »Suchst Du den perfekten Aufschlag für Deine Karriere?«
Daß frau ihre Karriere bei Dir besonders effektiv in den Sand setzt? Daß so ein Aufschlag stärker schmerzt, wenn der Fall von weit oben erfolgt?

Bleibt lieber auf dem Teppich:
Titanic


Verehrter Henryk M. Broder!

Im Tagesspiegel deckten Sie auf, wie unsinnig die Datenschutzbedenken gegen Google Street View sind: »Es sind nicht Menschen, deren Privatsphäre verletzt wird, sondern Häuser beziehungsweise Häuserfassaden.« Die zahlreichen Proteste seien demnach nicht nur unsinnig, sondern geradezu absurd: »Das ist so absurd, als würde Amnesty International oder Human Rights Watch gegen den Abriß von Gebäuden protestieren, die zu alt und zu baufällig sind, um sich selbst zur Wehr setzen zu können.« Völlig zu Recht gossen Sie deshalb einigen Spott über die protestierenden Hysteriker: »Und jetzt kommt Google! Wie Godzilla aus der Tiefe des Meeres, und bedroht unsere Idylle. Die Margeriten im Garten lassen die Köpfe hängen, die Hortensien hören auf zu blühen. Der Hund wird depressiv und der Kuchen geht nicht auf, weil Oma statt Backpulver Kukident in den Teig getan hat. Aber an unsere Hausfassade lassen wir keinen ran! Wir werden sie bis zum letzten Mauerbrösel verteidigen!«
Trefflich formuliert, altes Haus! Jetzt haben wir nur noch einen Wunsch: Gucken Sie doch mal samt Hund, Kuchen und einer Packung Kukident depressiv aus dem Fenster auf Ihre Hortensien und warten, bis Godzilla kommt. Wie das aussieht, sehen Sie demnächst vielleicht im Internet. Aber sagen Sie nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt!

Immer Ihre
Titanic


09/2010

Karl-Heinz Rummenigge!

Die Schmutzaffäre um Ihren Angestellten Franck Ribéry und eine minderjährige Gewerbsmäßige versuchten Sie mit einer Ihrer gewohnt stilsicheren Platitüden zu parieren: »Ich glaube, das ist eine politisch motivierte Geschichte wegen des schlechten Abschneidens der französischen Nationalmannschaft bei der WM. Ribéry soll zum Sündenbock gemacht werden.«

Bock und Sünde, nun gut, aber dann noch Abschneiden? Ob Sie Ihren Schützling damit aus der, hüstel, Schußlinie nehmen?

Würde an Ribérys Stelle zum Betriebsrat gehen:
Titanic


08/2010

Peter Hahne!

Wir wußten ja, daß auf der Seele eines aufrechten Protestanten wie Ihnen die ewig freudlose Pein von Schuld und Sühne lastet, und wir sehen genauso ein, daß es Schwerstarbeit ist, jahrzehntelang die eigene Löblichkeit massentauglich und ohne jede Ironie und Wut auf den Irrsinn dieser Welt in Büchern und im TV ins Rampenlicht zu stellen, wo Sie uns neuerdings durch Ihre pietistische Penetranz einen weiteren Grund liefern, am Sonntagmittag die Glotze ausgeschaltet zu lassen. Wir nehmen Ihnen deshalb sogar ab, daß Sie unter schmerzvollem Gewissensringen den Leitspruch auf Ihrer »persönlichen Seite« im Netz selbst erdacht haben: »Meine Lebenslast ist Gottes Chefsache«. Gleichwohl, Hahne: Glauben Sie wirklich, daß der Gott, der dieses leuchtende Universum mit 100 x 10^9 Galaxien und 70 x 10^21 Sternen hingestellt hat, die Luxussorgen einer unterdurchschnittlich hellen Birne auf einem marginalen Planeten eines peripheren Sonnensystems zur Chefsache macht? Andererseits: Schon sein minimales Einschreiten könnte einem Glühwürmchen wie Ihnen die Lebenslast nehmen und im Gegenzug hienieden ein kleines Freudenfeuer verursachen.

Wie wär's?
Mit gutem Draht nach oben:
Titanic


Verehrte Schönheitschirurgen!

Wir wollten mal nachfragen, wie es Euch so geht und wie es um Eure Pfründe bestellt ist, wo Lidl gerade für 19,99 Euro den »Körper- und Haartrimmer« von Remington auf den Markt geworfen hat.

Sammelt schon mal das Abgetrennte für Euren Unterhalt:
Titanic


07/2010

Bahn!


Daß die Fahrt in Deinem EC am ersten Junisonntag zwischen Berlin und Dresden insgesamt dreimal wegen »Unwetterschäden«, einer »Weichenstörung« bzw. gar »hoher Verkehrsdichte« ausgebremst wurde, wir uns bei der Hitze in dem frischluftfreien Zug nichts zu trinken kaufen konnten, weil der Speisewagen fehlte, und sich anschließend Dein »Reisezentrum« außerstande sah, die versprochene Verspätungsbestätigung auszustellen: Schwamm drüber. Aber daß Du neben diesen Pannen mit der stoisch wiederholten Durchsage »Wir entschuldigen die Verzögerung« auch gleich selbst für Vergebung unsererseits sorgen wolltest, das, Bahn, lassen wir Dir dann doch nicht durchgehen!

Unversöhnlich:
Titanic


»Hells Angels«!

Nachdem der Bandenzank Eurer Motorrad- und Rotlichtbande mit den »Bandidos« die Öffentlichkeit gründlich erschreckt hatte und die konservativen Politiker Euch folglich ans Leder wollten, grifft Ihr zu dem alten Trick von Helmut Kohl und ließt Euren Sprecher Frank Hanebuth im Stern etwas widerlegen, das überhaupt nicht zur Debatte steht: »Die halten uns für besonders schlau. Aber ganz ehrlich: So schlau sind wir gar nicht.«
Ist klar, Höllenengel, denn fürs Schlausein habt Ihr schließlich Eure prallgefüllte Zuhälterkasse bzw. die daraus bezahlten Anwälte, gell?

Hält sich von Euren Puffs fern, aber ganz ehrlich:
Titanic


Großartig auch, Nikolaus Schneider,

wie Sie als designierter EKD-Boß und Käßmanns Nachfolger auf dem Kirchentag die Position Ihres stets revolutionären Protestantenvereins zum Welthunger formulierten: »Die Hungernden sollen gesättigt werden - aber ohne daß wir Reichen dafür hungern. Die Schwachen sollen mitreden, aber ohne daß wir Starken den Mund halten.« Da geben wir Ihnen völlig Recht, Schneider, denn das mit den Reichen, die die Armen sein werden, gilt schließlich erst für den Himmel. Und solange Starke wie Sie was zu kauen haben, ist wenigstens das Sprechorgan abgelenkt.

Wünscht weiter besten Appetit:
Titanic


Was aber, Peter Boudgoust,

könnten Sie wohl gemeint haben, da Sie als ARD-Vorsitzender anläßlich der Verpflichtung Günther Jauchs für das sonntagabendliche Politgeseier Ihres Ersten der Presse kundtaten: »Wir bieten dem Großmeister der journalistischen Unterhaltung ein Programmumfeld, das seinen Fähigkeiten entspricht.« Daß Jauch mit seinem stumpfbissigen und grundsaturierten Gelaber hervorragend zum Umfeld der senilen Dame ARD paßt? Daß Jauchs schlaffördernde Unterhaltung, sein haltungsfreier Journalismus und überhaupt seine Durchschnittskompatibilität gerade bei Euch in der ARD als große Meisterschaft durchgehen? Oder daß sich Jauch bei RTL bereits dermaßen die Birne leergefaselt hat, daß seine Fähigkeiten als Harmlos-Souffleur der immer gleichen Politnasen sogar die lästigen Parteienvertreter im Rundfunkrat wegdämmern lassen werden?

Schnarcht jetzt schon in der ersten Reihe:
Titanic


02/2010

Cindy aus Marzahn!

Während irgendeiner RTL-Comedy-Attacke auf den Restverstand der Republik kam die sinnige Frage auf, wie wohl Türken Weihnachten feierten. Da warf Ihr Bruder im Ungeiste Atze Schröder die Alternative »Beschneidungsfest« in die Runde, woraufhin Sie sich, Frau aus Marzahn, dahingehend offenbarten, daß Ihnen weder diese Tradition noch der Brauch der Beschneidung an sich bekannt sei; und damit nicht genug, dozierten Sie als fleischgewordene Humorverirrung mit stiftbreit gespreizten Fingern über Schrumpfpenisse und qua Operation noch viel kleiner werdende Zipfelchen.

Die physiologische Aufklärung, C. aus M., was da genau abgeschnitten bzw. kürzer wird, sparen wir uns. Nur zwei klitzekleine Hinweise an Sie: Wenn's unter die Haut geht, schneidet man sich leicht ins eigene Fleisch. Und da Sie eh nur eine auf Sexismus gründende Quatschfigur im Schwellkörper sind: Wenn man von Tuten und Blasen keine Ahnung hat, klappt's auch mit der Größe nicht!

Ihre aufmerkenden Pimmelmänner von der
Titanic


12/2009

Kimberly Hoppe!

Nicht genug damit, daß Sie als quakende Kaltlocke die Abendzeitung mit Münchner Promischmarrn vollgrunzen; als »Leute-Kolumnistin« kolportieren Sie dort überdies Ihr eigenes Prinzeßchenleben auf der Kichererbse in rosaroten Lettern und berichten, weil Geist- und Schamverlust halt Zwillinge sind, von frisch angeklimperten Beischlafpartnern bzw. den kollateralen Pimperunfällen: »Erst landeten wir im Pimpernel, dann bei mir. Tranken Schampus, Schampus, Schampus. Nach der zweiten Flasche Moët und dem dritten Mal Beth Ditto anhören ging es ins Bett und ab die Post.« Und zwar nach unten: »Die Einstürzenden Altbauten. Das kam so plötzlich und heftig, daß ich für einen kurzen Moment echte Todesangst hatte. Alle vier Bett-Beine brachen gleichzeitig ab, und das Bett knallte mit einem lauten RUMMMMS aufs Parkett … Basti The Kid lachte sich nach dem ersten Schock halbtot und sagte: ›Ich steh' auf Blümchensex. Blümchensex ist halt doch die härteste Sache der Welt.‹ Ich überlegte: Ein Mann, der mein Bett ruiniert, ist eigentlich hassenswert oder zumindest rausschmeißverdächtig. Wer mein Zuhause angreift, greift auch mich an. Oder? Stopp!« Doch da walte Dialektik: »Ist es nicht eher das schönste Kompliment für einen Mann, wenn unter ihm mein Bett zusammenkracht - ohne daß er schwerst übergewichtig ist? Ich glaube, es ist ein Zeichen voller Zärtlichkeit: Der Mann, der mich so hemmungslos liebt, daß alles kaputtgeht, ist genau der richtige für mich. Habe ich ihn tatsächlich gefunden?«

Es, Frau Hoppe, sieht so aus; denn doof liebt halt alleweil gut - und da scheinen sich ja wirklich zwei gefunden zu haben!

Ihre hemmungslosen Billy the Kids von der
Titanic


11/2009

Noch mal, Heidenreich!

Nachdem Ihre Literaturauslassungen beim Spätabendkulturgedöns im ZDF nicht mehr gefragt sind, schreiben Sie nun geübt verschnatterte Kolumnen für den Stern, die jedem Schülerzeitungsaspiranten zur Ehre gereichen würden: »Und Herta Müller hat den Literaturnobelpreis total verdient, aber wie Angela Merkel muß auch sie nun durchgestylt werden und dringend mal eine neue Frisur kriegen, damit die Neuseeländer nicht denken, daß man solche Frisuren in Deutschland trägt.« Nur gut, daß man Sie da unten nicht kennt, was? Aber so schlau und ironisch sind Sie schon lange: »Jaja, ausgerechnet ich muß das sagen, die überhaupt keine Frisur hat, jede Maskenbildnerin im deutschen Fernsehen fragte mich vierzig Jahre lang verzweifelt: Was machen wir denn mit den Haaren? Nichts, wir machen einfach nichts und lassen es struppig. Aber ganz ehrlich, besser nichts als dieser Schnitt.« Genau. Statt dessen plappert es unter diesem Nicht-Schnitt munter weiter heraus: »Am Haarschnitt darf man mäkeln, an der Literatur von Herta Müller nicht. Die ist grandios, und wir müssen uns Mühe geben, dem Feuilletonherren geistig zu folgen, der am Tag nach der Verleihung beleidigt schrieb, daß es wieder nicht ein wirklicher Literat wie Philip Roth geworden sei, sondern eben leider nur Herta Müller« usw. usf.

- aber apropos Frisur und Literatur und Literaturkritik und wovon Sie sonst noch nichts verstehen: Wie wär's denn, wenn man Ihnen mal kräftig den Kopf wüsche?

Terminwunsch bitte an
Titanic


mvr.winniebaker!

E-Mails, die einem Millionen versprechen, so man nur sein Konto zur Verfügung stelle, jucken uns ja schon seit Jahren so sehr wie Hagebutten ohne Kerne; aber das, was Sie uns ungefragt über das Schicksal eines Herrn Williams aus England und sein angebliches Vermögen schreiben, fällt dann doch aus der Endlosreihe: "Er ist gestorben und hat keine Begunstigten hinterlassen. So dass die Fonds auf seinem Konto unnuttig geblieben sind, ohne jeden. Anspruch oder Aktivirt fur einige Zeit schon."

Da haben Sie, Frau bzw. Herr Winniebaker oder wer auch immer, bei allem offenbaren Betrug richtig verstanden, wie Geld sich ganz allgemein durch Prostitution vermehrt.

Bleibt lieber arm und sauber: Titanic


09/2009

"Fleischverzicht", liebe Tierschutzorganisation Peta,

"führt zu mehr Lebenslust", glaubst Du laut Internet, und "besser einen vegetarischen Burger in der Küche als ein schlaffes Würstchen im Schlafzimmer!" zitiert gastro.de Deinen Ernährungsfachmann Lars Hollerbach. Da aber der Mensch bekanntlich sein Verhalten nur dann ändert, wenn man ihm was bietet, möchtest Du vom Berliner Bordell "Maison d'Envie", in dem ökologisch korrekte Fahrradfahrer bereits günstiger bedient werden, ebenfalls "Rabatt für Vegetarier".

Die Frage, Peta, wird erlaubt sein, was vor diesem Hintergrund die "vegetarischen Starter Kits", mit denen Du Männern das Fleischliche abgewöhnen willst, enthalten mögen: zwei Melonen? Eine Pflaume? Oder doch eher ein paar Schrauben? Die müsstest Du nämlich nicht extra anschaffen, die wären ja eh locker, gell.

Lebenslustig: Titanic


08/2009

Gerald Kleffmann (sueddeutsche.de)!

Daß Torhüter unhaltbare Bälle halten, Stürmer hunderprozentige Chance vergeigen und insgesamt mehr über die Außenbahnen kommen muß, daran haben wir uns ja bei Sportjournalisten längst gewöhnt; aber daß die die Mannschaft von Manchester City im Testspiel gegen 1860 München "ohne 15 Stammkräfte" angetreten sein soll, das kaufen wir Ihnen dann doch nicht ab.

Ihre Stammelf von der Titanic


07/2009

Und Ihnen, Raab,

hat es an Selbstbewusstsein ja noch nie gefehlt, weshalb Sie sich via Spiegel online der Republik gleich als Fußballmannschaftsleiter andienten: "Ich kann mir durchaus vorstellen, Teamchef einer Profi-Mannschaft zu sein. Fußball ist doch kein so komplexer Sport, daß ein aufnahmefähiger Mensch wie ich das nicht durchschauen könnte ... Das ist alles eine Frage des Delegierens. Fußballspieler sind Fußballspieler, weil sie Fußball spielen können. Daß sie fit sind, dafür sorgt jemand anders. So eine Mannschaft braucht wie ein Unternehmen jemanden der sagt: 'Leute, vorwärts, ich will etwas erreichen, und das ist meine Idee.' Man muß die Leute begeistern können, und dann geht alles." - schon klar und tausendmal gehört, aber wissen Sie, Raab, mit der Komplexität ist das so eine Sache: Die einen besitzen sie, die anderen erkennen sie nicht. Die einen haben schon mal vom "Projekt Klinsmann" und seinem Ausgang gehört, die anderen offenbar nicht. Und Wichtigtuer sind Wichtigtuer, weil sie wichtigtun können; für die geistige Fitness sorgt jemand anderes, nämlich Ihr Alleskönnermagazin

Titanic


05/2009

Calau!

Als "kerngesunde Kleinstadt mit Witz" zwischen Spreewald und Niederlausitz planst Du, Deine Lustigkeit tourismusträchtig entlang eines "Witze-Rundwegs" auf Ulkschildern zu dokumentieren -- dabei könntest Du, glauben wir, den Anteil der veranschlagten 20 000 Euro für die Witzproduktion glatt einsparen, denn wir überlassen Dir gern unseren Restbestand an Kalauern: 1. Warum gibt es in Calau einen Fliegerclub? Damit man die Brieftauben zurückbringen kann. 2. Wie geht der älteste Kalauer? Geht ein Calauer zur Uni. 3. Wohin führte die letzte der Invasionen, von denen auf Deiner Homepage die Rede ist: "Das Kriegerdenkmal des Kreises Calau erinnert an die Gefallenen der glorreichen Feldzüge von 1864, 1866, und 1870/1971" -- Nordirland? Israel? Uganda? Oder in den Nachbarort Craupe, laut Verzeichnis cities.europ.com heute noch "das Zuhause von 0 Einwohnern bei einer Bevölkerungsdichte von etwa 0 Personen/ha"?

Mit neuen Grüßen aus
Titanic


Zukünftiger Bahnchef Rüdiger Grube!

Ihre Kandidatur ließ CDU und SPD ausnahmsweise darüber streiten, wer Sie denn zuerst vorgeschlagen habe; um die obamahaften Erwartungen an sie dann aber nicht entgleisen zu lassen, schenkten Sie dem Volk via Deutschlandfunk bereits vor dem Amtsantritt eine Wahrheit, die selbst Mehdorn nie so ehrlich aufgesagt, wir allerdings lange schon geahnt hatten: "Sie glauben doch nicht im Ernst, dass es Aufgabe der Bahn ist, jemanden von A nach B zu bringen." --

Das haben wir, Grube, alter Logistik-Dienstleister, doch richtig verstanden? Haben wir nicht?

Doch, haben wir doch.
Titanic


03/2009

Eva Habermann!

In der Esoquatschsendung "The next Uri Geller" war Ihnen die Rolle als zwar charmante, aber bestelltermaßen treudoofe Promi-Assistentin auraumhüllter Mentalisten scheint's nicht genug, und Sie gaben eine erstaunliche Psi-Begebenheit zum besten: Vor neun oder zehn Jahren habe es sich zugetragen, daß Ihr frisch angelachter Prinz abends keine Zeit für Sie gehabt habe, weshalb Sie sich mit einer Freundin in ein Ihnen unbekanntes Restaurant begeben hätten; wo dann der Prinz pfeilgrad das Händchen einer anderen gehalten habe. Bei seinem Anblick habe Sie wie der Blitz eine Art Kopfschmerz mit anschließender Sehstörung getroffen, welche Unbill Ihnen der Prinz geschickt habe -- als Versuch, sich selbst per Mentalbeschuss Ihres "dritten Auges" unsichtbar zu machen usf.

Ja. Bzw. hinter der Stelle, Frau Habermann, durch deren Beschuss Sie dann einen "tagelangen Optikausfall" erlitten haben wollen, befindet sich ein Organ, von dem wir "nur 10 Prozent nutzen", wie Sie den alten Einstein korrekt zitierten. Eine riesige Zellsammlung, die Sie bei Gelegenheit auch mal anwerfen sollten; denn dann würde Ihnen vielleicht eine Erleuchtung kommen dergestalt, daß u.a. Streß eine Migräne auszulösen vermag, welche zuweilen mit Aura, also Sternchensehen und anderen Kapriolen Ihrer visuellen Wahrnehmung, daherkommt.

Einer der Gründe übrigens, warum wir "The next Uri Geller" höchstens aus Versehen sehen; die Gesundheit, Sie verstehen!

Ihre gestressten Stars- und Sternchendeuter von der
Titanic


02/2009

Katarina Witt!

Als "schönstes Gesicht des Sozialismus" fuhren sie einst Goldmedaillen ein, versilberten Ihr Talent und Ihre äußerlichen Vorzüge bei Eisshows wie der Rentner- und Plüsch-Revue "Holiday on Ice". Dann wurde es Zeit, etwas für angespannte Playboy-Gucker zu tun, für die Leserschaft von Wichtigbüchern wie "Gesund und fit mit Kati Witt", für Landminenopfer als Charity Lady der nach Ihnen benannten Stiftung und schließlich für vergessenheitsbedrohte Promis bei "Let's dance" und "Stars auf Eis". Was lag also näher, als nun die jüngste Ausgeburt des Konzepts Menschenzoo, nämlich die "nicht gute" (FAZ) Abnehm-Show "The Biggest Loser" zu moderieren -- zumal, wenn man über einen Top-Body verfügt wie Sie.

In der von einer Schönheitsklinikkette gesponsorten Sendung wollen Sie den Menschen helfen, "gesünder zu leben", was dann so aussieht, daß eine Frau mit Arthrose auf dem Trimmrad trainiert, bis der Arzt kommt, die Kandidaten vor einen LKW gespannt werden wie Rösser vor einen Bierfaßwagen und den Verlierern dieses Schauspiels drei Kilo Fett in die Hand gedrückt werden -- und schwuppdiwupp sind Sie, Kati, vom schönsten Gesicht des Sozialismus zu einem der dümmeren des Kapitalismus geworden; das über den Showitel mal bei einem schönen Glas Schweinebraten nachdenken sollte.

Ihre Winner auf der
Titanic


11/2008

Tilman Rammstedt!

Als frischgebackener Bachmann-Preisträger des Jahrgangs '75 sind Sie ja ganz schön am Ende -- jedenfalls wenn es nach dem Eindruck geht, den der bewährte Joachim Lottman via Welt weitergereicht hat: "Er wischt sich mit dem behaarten Handrücken den Schweiß von der Stirn. Seine zitternden Finger fahren durch die feuchten, pechschwarzen Haare. Dieser Mann ist im Fieber, hat seit Nächten nicht geschlafen, aber -- er ist nicht krank. Er ist Schriftsteller, der gegen seine Schreibblockade kämpft ... Er weiß nicht mehr weiter, schluchzt fast, redet Unverständliches ... Vor erst 32 Jahren wurde er in Bielefeld geboren: die Jugend, ein kleinbürgerliches Idyll, Eltern und Geschwister okay, alles normal eigentlich. Bis auf ihn vielleicht, er war schon damals hochbegabt", was das Leben ja nicht einfacher macht, nicht wahr: "Das Gehen fällt dem übermüdeten und mental erschöpften Autor bereits schwer ... Rammstedt hat sich etwas erholt, kann wieder gehen. Seine Augen liegen aber immer noch in dunkelgrünen Höhlen eines nur in Nuancen helleren, giftgrünen Gesichts. Die Haare hat ihm seine liebe Frau mit der Gartenschere geschnitten, oder sein kleiner Sohn, für den Friseur war keine Zeit ... Wir humpeln bis zur Schönhausener Allee, die wir mühsam überqueren, um in die Kastanienallee einzubiegen. Passanten helfen dem bald deutschlandweit bekannten Nachwuchsstar in die Straßenbahn."

Yeah. Und diese Ihre vorletzte Kraft haben Sie, angeblich am Tag vor der Abgabe Ihres Romans, geopfert, um uns an diesem Ihrem Schicksal teilhaben zu lassen; wobei wir uns da schon fragen, ob Sie das mit dem Schreiben nicht, naja, drangeben sollten. Wo Sie's doch so gar nicht vertragen!

Gute Besserung,
Titanic


Nachrufer (Haider)!

Was habt Ihr Euch nach Jörg Haiders finalem Überholmanöver nicht für Verbalspagate abgequält: "Einer der umstrittendsten Politiker Österreichs (FAZ.net), "aber auch eine der schillerndsten Figuren in der österreichischen Politik" (B5 aktuell), "der Politiker war eine schillernde und sehr umstrittene Persönlichkeit" (focus.de), "stets verfolgte er wilde Politikstrategien, sein Leben war ein Grenzgang zwischen Triumphen und Pleiten" (Welt online), "selbstbewusst, charismatisch, mit einer Tendenz zur Überheblichkeit (Oberbayrisches Volksblatt), schließlich Bild: "Jörg Haider war wahrscheinlich die größte politische Begabung Österreichs seit Bruno Kreisky. Aber auch einer, der immer aufregte. Er war ein Emotionsarbeiter und Kommunikationstalent, ein Verführer und Demagoge. Ein Grenzgänger -- und ein Grenzfall."

Aber sagt mal, liebe Nachrufer: Haider war doch ein Mann der klaren Worte! Und hätte sich drum auch auszusprechen getraut, was Ihr so angestrengt vernebelt: Er war halt gern das Arschloch. Und alles, was recht ist: Das war er gut!

Eure Emotionsarbeiter von der
Titanic


08/2008

Dresdner Friseurinnen und Friseure!

Angesichts des Umstands, daß einem in Eurer schönen Stadt permanent Damen wie Herren mit Wiedehopf-Frisuren aus Fontänen in Gruftschwarz, Waldmeistergrün und Safrangelb über den Weg laufen, kriegt man ja fast Mitleid mit Euch, die Ihr die Spätfolgen der während des Sozialismus verpaßten Trends auszubaden bzw. einzufärben habt. Und nimmt man die Spur auf und läuft der Welle der bunten Haarpracht unerschrocken entgegen, landet man zielgenau am "Beruflichen Schulzentrum für Dienstleistung und Gestaltung", wo, erraten, Friseusen ausgebildet werden, aber dem Augenschein nach zu urteilen, nicht mehr an der Schere, sondern am Farbtopf.

Ist das, Dresdner Friseurinnen und Frisöre, vielleicht das vielgepriesene duale System der Berufsausbildung: Entweder die Haare bunt und komisch -- oder eben ganz ab?

Puh!
Titanic


Sie jedoch, Norbert Geis (CSU),

verrieten der Passauer Neuen Presse, was sie davon halten, daß Jürgen Klinsmann auf dem Traningsgelände des FC Bayern goldene Buddha-Figuren aufstellen ließ: "Herr Klinsmann sollte seine religiösen Gefühle nicht seinen Spielern aufzwingen." So albern dieser Lifestyle- und Esoterik-Zirkus sein mag: Wenn Sie nicht kapieren, warum ausgerechnet Sie nicht vom Aufzwingen religiöser Gefühle sprechen sollten, dann schicken wir Sie zwecks später Erleuchtung in eine x-beliebige bayrische Schule; vielleicht ham's ja noch eine mit Prügelstrafe!

Kruzifix!
Titanic


"Hallo Pizza"!

Daß Du heißt, wie Du heißt: Schwamm drüber! Aber daß Deine Mitarbeiter nicht wissen, wie sie uns begrüßen sollen: ob nun korrekt mit "Hallo, Hallo Pizza" oder doch lediglich mit "Hallo Pizza", das ist dann doch etwas schwach, nein?
Doch.

Titanic


06/2008

"Der Pharao. Verein für integrierte Pharaonen" (Wien)!

Erlaube uns, für die Wiedereingliederung Deiner Mitglieder ein paar Bedingungen zu diktieren: 1. Ihr schleppt die Steine für den Bau unserer Garagenauffahrten. 2. Wenn uns beim Schlemmen von Stopfleber und Schwalbennestern ein Völlegefühl ereilt, reicht Ihr uns die Fasanfeder. 3. Klepoatra kommt mal auf einen Kaffee vorbei.

Du weißt ja -- diese Nase!
Titanic


12/2007

Web.de!

Am 26. November hast du gemeldet: "Cannabiskonsumenten werden immer jünger" -- na, das hört sich doch gut an.

Ewig jung: Titanic


11/2007

"Dresdner Morgenpost"!

Deine Schlagzeile vom 2.10.: "Polizei erschießt Selbstmörder" läßt zwei Interpretationen zu: Entweder hat die Polizei einen Toten noch viel tiefer in den Hades geschickt, oder ihr war vorher schon hundertprozentig klar gewesen, daß der Mann sich umbringen würde, und wollte ihm einen Gefallen tun.

Is' aber eigentlich auch egal, was?
Titanic